Let the adventure begin

Es gibt verschiedene Arten von Filmen:
Romantischen Komödien, in denen alles toll ist und das Leben eine süße Mischung aus Glück und Liebe ist.
Krimis, in welchen sich alles als grauenvoll entpuppt.
Dramen, die entweder aus einer duftenden Blume eine verdorbene Frucht zaubern, oder einen brennenden Baum in die volle Blüte verwandeln.

Natürlich kommt die Frage auf, was das alles mit mir zu tun hat…

Ich denke, dass jeder träumt und sich seine Wünsche in der eigenen Phantasie ausmalt.
Mein Traum: Kanada.
Ich bin eine Träumerin und habe mir das natürlich als romantische Komödie erhofft. Oder viel mehr als Märchen. Aber dieses Genre passt nunmal einfach nicht zu mir und deshalb starb die liebliche Vorstellung der perfekten Reise spätestens am Flughafen.
Damit es die Chance für einen guten Krimi hätte, hätte viel mehr passieren müssen. Mehr Schwarz, mehr Rot. Aber ich bin sehr dankbar, dass auch dies nicht das passende Genre ist.
Um ein traurig endendes Drama zu sein, wäre es nicht gekommen wie es gekommen ist.

Mein Abenteuer hat begonnen. Als gut endendes Drama.
… Denke ich…
… Hoffe ich…

Dienstag, 30.08.2016:

Nach dem spät abends alles fertig gerichtet war, überraschte mich eine ganz besondere Person mit seiner Anwesenheit in der gemütlichen Mitte meiner Familie beim durchstöbern von Mitbringseln und Andenken von unserer Kanadatour 2009.
Danke Mama, dass du mich motivierst und mich ständig unterstützen und antreiben musstest.
Danke Papa, dass du Zeit hattest mir zuzuhören und mir bewusst zu machen, dass ich mal selbständig werden sollte.

Meine Nacht war eher schlaflos und geprägt von sämtlichen Ausmalungen meines Flugs.

Mittwoch, 31.08.2016:

Wir sind pünktlich aufgestanden, haben gemütlich gefrühstückt und uns fertig gemacht. Manu, Marc und Dennis haben mich zum Frankfurter Flughafen begleitet.
Ich hatte online eingecheckt und musste somit nur meinen Backpacker aufgeben.
Gesagt getan.
Schnell wurde klar, dass etwas nicht stimmt, weshalb ich sehr froh war mich mit zwei Mädels aus der Organisation zu treffen.
Es gab einen Verdacht auf Sprengstoff, weshalb alle Inlandflüge gecancelt werden mussten. Da wir aber nach München mussten, haben wir probiert den Flug umzubuchen auf einen Direktflug nach Vancouver. Nach langen Wartezeiten und nervenaufreibenden Momenten, hatten wir Tickets für den passenden Flug, aber nur wenig Zeit um durch die Sicherheitskontrolle zu kommen.
Die Verabschiedung war kurz und wir probierten alles um in das Flugzeug zu kommen.

Es wäre doch zu schön um wahr zu sein, wenn das dann alles funktioniert hätte oder?

Natürlich waren die Türen schon zu als wir am Gate ankamen…

Nach einigen Tränen und aufgebrachten Gesprächen mit den Angestellten waren wir wieder in der Eingangshalle.
Können wir heute noch fliegen?

Wieder ist einige Zeit vergangen und wir hatten endlich Tickets für Toronto und danach den Anschlussflug nach Vancouver.
Sicher war aber nicht, ob wir alle wirklich einen Platz in der Maschine kriegen.
Die Verabschiedung war wieder kurz, wobei ich denke, dass mir das sehr geholfen hat nicht als emotionales Wrack ins Flugzeug zu steigen. Die Sicherheitskontrolle war wesentlich strenger und ich musste meine Ukulele auf Sprengstoff untersuchen lassen. Die Frau meinte sie wolle mich ganz untersuchen da sie mit den Doc Martens sicher sein will, woraufhin ein Mitarbeiter sagte: „Das ist normal bei so Stiefeln“.
Sicher ist sicher.
Im Flieger klappte diesmal alles und obwohl wir auseinander saßen, konnten wir uns so umsetzen, dass wir drei nebeneinander saßen.Der viel zu späte StartIMG_0971 des Flugs war gut, doch wir hatten einige Turbulenzen, die mich leider in Todesangst versetzten und einige Tränen hervorbrachten.

Wir begannen das Jungle Buch zu schauen und nach einigen Aufforderungen die Sicherheitsgurte anzulegen, pendelte sich alles wieder ein.

Nur ob wir den Flug nach Vancouver kriegen steht noch in den Sternen…

IMG_0997In Toronto angekommen, erhielten wir unser Visum und sogar neue Tickets für einen Flug nach Vancouver an diesem Abend.

Der Flug war relativ ruhig und angenehm, wobei ich einfach nur ankommen und schlafen wollte.
Leider war das Grauen nicht vorbei, denn im Hostel wurden wir drei auf zwei Zimmer aufgeteilt und da ich ja so freundlich bin… Schlafe ich bei kompletten Fremden. Habe nicht die Möglichkeit mich frisch zu machen, es ist eklig hier drin, ich kenne niemanden und kann auch nicht schlafen…

Es kann nur besser werden!!

Ortszeit Vancouver: 02:53 am – Gute Nacht!

IMG_0999

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Leyla sagt:

    Oh mein Gott, Hannah. Was du alles durchmachen müsstest. Spannender hätte ein Bich nicht sein können… Es war kein schöner Start, aber ich bin sicher es wird nur besser! Bin stolz auf dich wie du das alles machst. Fühl dich gedrückt und halte uns auf dem Laufenden. Dicker Kuss 😘

    Gefällt 1 Person

  2. Dennis M. aus M ☺❤ sagt:

    Hey maus. Das war gestern wirklich ein sehr sehr aufregender Tag für uns alle. Aber trotz dem ganzen Stress war es doch eine Interessante Geschichte die man abends gerne mal erzählt☺ Aller Anfang ist schwer. Dafür entschädigt Kanada bestimmt irgendwann mit seiner Schönheit und du musst an solche Tage nichtmehr denken. Ich wünsche dir auf deiner Reise alles gute und ich werde immer in Gedanken bei dir sein. ❤dein dennis

    Gefällt 1 Person

  3. Antje sagt:

    Echt aufregend , ich wäre am Flughafen wahrscheinlich ohnmächtig geworden oder spätestens im Flieger ;-). Deine Berichte lesen sich super, mehr davon!! Alles Liebe und bis die Tage , wir sind immer mit unterwegs ❤
    Liebe Grüße von Björn, Marlene , Hannes & Rudi 🙂

    Antje

    Gefällt 1 Person

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